Israel

1999 / 2000

Aus dem Reisetagebuch von Lisa Almeroth

Israel 1. Teil

Israel 2. Teil

Israel 3. Teil

Dienstag, 4. Januar
Bereits um 7:00 Uhr frühstücken wir. Ein arabischer Fahrer chauffiert uns um 7:50 Uhr in einem großen Bus mit nur sieben Personen quer durch die Wüste Negev bis Eilat. Während der Fahrt regnet es tüchtig. Für die Israelis ist es ein langersehntes Gottesgeschenk. Wir freuen uns mit ihnen, dass das Land, die Wüste Wasser aufsaugen kann. Trotz des Regens genießen wir die Landschaft, sitzen ja dabei im Trockenen. Am Hotel Mispa Ramon, das 900 m hoch liegt, machen wir Station.
Während  deutsche Touristen in unseren Bus zusteigen, legen wir  ein Pinkelpäuschen ein. Huuuu, ist das hier oben kalt! Schnell sind  wir wieder im Bus, und die Fahrt geht weiter. Wüste, immer wieder Wüste! Zwischendurch entdecken wir Militär–Panzer, Beduinenzelte, Kamele, Schafherden, verrottete Autos, alte Eisenbahnwaggons (wie die nur hierher gelangten?) und ausgetrocknete Flussläufe. Im Mispa–Gebirge fahren wir an  Kratern und tiefen Tälern vorbei. Das Gebirge zeigt sich von faszinierender, unterschiedlicher Färbung. Gegen 13:00 Uhr erreichen wir Eilat. Auch hier hatte es zuvor tüchtig geregnet. Heute ist es noch trüb, aber es gibt  Anlass zur Hoffnung auf Sonne.

Dem Herrn sei Lob und  Dank, dass er uns  auf  dieser langen  Wüstentour  bewahrt hat! Unser Hotel Ambassador“ wird zuerst angesteuert. An der Rezeption erhalten wir einen Empfangstrunk: Orangensaft.  Nach der Erledigung einiger Formalitäten bekommen wir unsere Türschlüssel in Form einer Chipkarte. In der 6. Etage haben wir schöne Zimmer nebeneinander liegend. Vom Balkon aus schauen wir auf die herrliche Garten- und Swimmingpoolanlage, gleich dahinter auf das Rote Meer. Einfach fantastisch!

Zimmer befindet sich eine Mini–Küche: ein Wassertopf, zwei Tassen, Teller, Löffel, Bohnenkaffee, Zucker, Milch und diverse Teesorten zum Selbstversorgen. Das gefällt uns schon mal. Gleich wird geduscht, Haare gewaschen, geföhnt. 

Ganz zufällig entdecken wir im Fernsehen eine Sendung über „Amiel–Tours“ durchs Holy–Land (Heiliges Land). Wir verfolgen genau unsere Fahrtroute von letzter Woche. Frisch gemacht,  Koffer ausgepackt und auf geht es, unser  Hotel zu inspizieren! Danach spazieren wir am  Roten Meer entlang, lassen uns im „Reef“–Hotel Kaffee und Kuchen gut schmecken, bummeln durch die nahegelegenen Geschäfte. Nach dem reichhaltigen und guten Abendbuffet sitzen wir  gemütlich in der  Lobby bei Wein und Tee. Obwohl ich nur ein Glas Tee bestellte,  bekomme  ich eine Kanne. Die Bedienung erklärte mir in Englisch, dass ich  alles trinken könne,  aber nur  ein Glas bezahlen müsse. Das übersetze ich den anderen. Daraufhin fragt Christel, wie es das Mädchen erkenne, ob ich ein oder zwei Tassen getrunken habe? Emil reagiert schlagfertig: „Die Leute hier können doch auch zählen.“ Da heute Abend  nichts  Vernünftiges an Programm geboten wird, treffen wir uns alle bei Roland im Zimmer beim Gläschen Wein und  plaudern über Erlebnisse früherer Zeiten  bis uns die Müdigkeit übermannt.

Mittwoch, 5. Januar
In der Nacht  fühle ich mich total mies, finde keinen Schlaf. Trotzdem gehe ich  mit an den Frühstückstisch. Danach lege ich mich wieder ins  Bett und schlafe bis zum Abendessen, rapple mich auf, damit ich bei den Lieben am Tisch sitzen kann und verschwinde bald wieder ins Bett. Roland wird ständig von Zahnschmerzen geplagt. Trotz vieler Aspirintabletteneinnahme bekommt er kaum Linderung. Hier will er nicht gerne zum Zahnarzt gehen, was wir gut verstehen können. Wir hoffen,  dass er bis zur Heimreise durchhält. So verbringt jeder diesen Tag auf seine Weise. Roland schwimmt im Hotelpool ein paar Runden, spaziert dann durch die Wüste bis zur  ägyptischen Grenze. Christel und Emil ruhen sich aus und bummeln abends durch die Hotelgeschäfte. Klaus hat sich eine  Erkältung  eingefangen, schwitzt wie verrückt, legt sich zeitig zu Bett. Das hilft immer am besten, dem Körper Ruhe zu gönnen.  
Donnerstag, 6. Januar

Dem Herrn sei Dank, es geht uns allen ein bissel besser. Mit dem Shuttlebus fahren wir in die Stadt  nach  Eilat. Wir spazieren über den Basar, kaufen ein wenig ein, setzen uns in ein Straßencafe, um etwas zu trinken und lassen die Atmosphäre auf uns  wirken. Auf dem Rückweg zum Bus erstehen wir in einem  Souvenirlädchen  eine wunderschöne Koralle, fahren zum Hotel zurück und machen ein Mittagsschläfchen. Der Nachmittag steht jedem zu freien Verfügung. Um 20:00 Uhr treffen wir uns mit  Familie  May , die im Hotel Reef  wohnt, in unserer Hotel-Lobby.

Um 21:00 Uhr wird uns ein tolles Programm geboten: In den Nationaltrachten treten ukrainische, arabische  und hebräische Tänzer und  Tänzerinnen auf. Eine  interessante Modenschau schließt sich an. Bei  Carmel–Wein und  netter Unterhaltung geht ein schöner Tag zu Ende

Freitag, 7. Januar
Nach dem Frühstück treffen wir uns zur  Andacht. Heute sind wir im Unterwasserobservatorium und Ozeanum, unweit unseres Hotels. Eine Wunderwelt in großer Farbenpracht tut sich vor unseren Augen auf. Welch eine  Vielfalt von Fischen, Korallen, Meerespflanzen!  Das Wasser ist super klar. Wir können uns kaum satt sehen. Es ist einfach unbeschreiblich schön!

Im Ozeanum wird ein Breitwandfilm gezeigt.  Roland und Klaus sitzen auf Stühlen, die ständig in Bewegung sind, ahmen den Wellengang nach , aber nicht so knapp. Emil, Christel und ich nehmen in einer der ersten beiden Reihen Platz, die sogenannte Ruhezone, geeignet für Leute, denen leicht übel werden kann (Seekrankheit).  Nach diesem interessanten Meeresfilm schauen wir uns noch im Freigelände um, wo etliche Fischbassins  mit exotischen Fischen  zu sehen sind. Anschließend  spazieren wir am Ufer des Roten Meeres entlang bis zur ägyptischen Grenze. Dort angekommen , wird Klaus gleich gebeten, doch bitte nicht zu fotografieren. Aber mein Schatz war schneller und hatte schon längst einige Bilder im Kasten. Emil ist tapfer diese weite Strecke mitgelaufen. Zurück zu laufen,  wollten wir ihm und mir nicht mehr zumuten, und so entschlossen wir uns,  mit  dem Linienbus  zum Hotel zu fahren.  Mehrere Taxen halten an,  wollen uns unbedingt zum Hotel bringen, überbieten sich im Fahrpreisangebot.

Uns amüsiert das echt. Aber wir bleiben standhaft und fahren mit dem Bus. Das scheinen die Taxifahrer wohl nun gar nicht zu kapieren. Im Hotel angekommen, brauchen wir erst ein mal ein bissel Erholung. Nach dem Abendessen sitzen wir in der  Lobby. Weil die Musik für unsere Ohren zu schräg und zu laut ist, begeben wir uns auf unser Zimmer  und spielen Rommé. Das  macht uns einfach immer  wieder  Spaß. Vor dem Schlafengehen erkundigen wir uns telefonisch bei Yvonne, wie fast jeden Abend, über Opas Ergehen. Beruhigt können wir  einschlafen.   
Samstag, 8. Januar
Wieder habe ich  schlecht geschlafen; denn der Husten plagte mich besonders schlimm. Ich war gegen  6:00 Uhr  so geschafft,  dass ich  nach Hause wollte. Tagsüber geht  es  etwas besser.  Am Frühstücksbuffet  merkt man, dass Sabbat ist. Es gibt kein dunkles Brot, keinen  Kaffee aus dem Automaten, weil man am Sabbat nicht die Automatentasten betätigen darf.  Das riecht nach Arbeit!  Es gibt kein Rührei u. a. m. Trotzdem sind wir satt geworden, und  Kaffee gibt es in Thermoskannen.  Nach der Andacht unternehmen wir eine  Wüstenwanderung. 

Emil befürchtet anstrengende Wege  und  bleibt daheim. Erstaunlicherweise finden wir einen breiten, gut begehbaren Pfad vor. Eine  Mini– Tierfarm mit einem  Straußenvogel erweckt unsere besondere Aufmerksamkeit. In der kargen Wüste  finden wir sogar ein paar Blümchen, die sich nach dem Regen entfalten konnten. Bald stehen wir vor einer Wegabzweigung. 

Was tun? Gehen wir nach rechts oder nach links weiter? Wir entschließen uns, einfach  nach links zu gehen. Zu unserem Erstaunen gelangen wir  an eine  Kamel–Ranch , dabei ein  Kiosk und  ein Beduinenzelt. Zuerst nehmen wir  in dem schatten-spendenden Beduinenzelt Platz, in dem  bereits viele andere  Touristen „Zuflucht“ gefunden haben.

Wir stärken uns mit Tee, Kaffee und Fladenbrot.  In Englisch knüpfe ich Kontakte mit einer norwegischen Familie.

Endlich erfüllt sich für mich ein langgehegter Wunsch, einmal auf einem Kamel zu reiten.  Es gibt ein Angebot für 3–4 Minuten Dauer. 18 Schekel, kostet dieses Vergnügen. Aufsteigen kann ich von einer Rampe aus, die genau in Höhe des Kamelrückens aufgebaut ist. Hurra, ich habe es geschafft, fühle mich wie ein glückliches Kind!
Klaus  nimmt mich auf die Video–Linse. Roland und Christel warten geduldig, bis ich wieder vom „Thron“  herabsteige. Dankbar und  voller Freude im Herzen  wandere ich, wandern wir zum Hotel zurück. Roland möchte unter einer Tamariske gefilmt werden und genießt den schattenspendenden Augenblick. 

Unterwegs  entdecken wir noch manch schönes Blümchen, das Klaus auf die Linse bannt. Bald sind wir  auf bewohnbarem Gebiet, kaufen im Supermarkt Mineralwasser ein, das wir stets bei uns tragen, um ja nicht  „auszutrocknen“ und begeben uns ins Hotel. Schade, dass Emil nicht dabei sein konnte, doch wir ahnten nicht, dass dieser Wüstenweg so bequem zu begehen ist. Um 20 Uhr  treffen wir uns noch einmal mit Familie  May.  Leider  ist das angebotene Programm ins Wasser  gefallen:  kein Tanz,  kein Bingospiel.

Wir bekundeten dem  Bedienungspersonal unsere Enttäuschung. Als kleines Trostpflaster bringt man uns gratis eine Flasche Champagner. Herr May spendiert an diesem Abend zwei Flaschen Wein (Carmel rot, trocken). Die Rechnung: 277 Schekel,  ziemlich unverschämt!  Aber die Preise sind halt so. Herrn May verschlägt es fast die Sprache. Dummerweise hat er sich vorher nicht über die Preise informiert. Natürlich bezahlt er, wenn auch bestimmt zähneknirschend. Dennoch, es ist ein netter Abend gewesen!
Sonntag, 9. Januar

Nach der Andacht tut ein jeder, was er gerne möchte. Christel und Emil genießen Licht,  Luft und Sonne am Pool. Klaus, Roland und ich gehen  zur Schnorchel-Station ans  Rote Meer. Die beiden Männer nehmen die Schnorchelausrüstung entgegen , machen sich startklar  und tauchen  ein in die Fluten des Roten Meeres.  Mit dem Mundstück gibt es Anfangsschwierigkeiten, aber schnell Schnorcheln die beiden Brüder wie Profis und genießen die bezaubernde  „Unterwasserwelt“ umgeben von Fischen und  Korallen.

Ich filme sie dabei. Bald tauchen sie wieder auf und berichten mir begeistert ,was sie gesehen  haben. Gerne hätte ich die Unterwasserwelt  auch gesehen, aber man kann nicht alles haben. Empört bin ich, als ein junger Mann  trotz hohen Eintrittspreises nochmals von mir nur  für die fünf Minuten Liegestuhlbenutzung etliche Schekel verlangt. Die Israelis haben wirklich ein einnehmendes Wesen. An unserem Hotelpool sonnen wir uns umsonst und können ausgiebig schwimmen. Das entschädigt!  Am Nachmittag fahren wir mit dem Shuttlebus zum Einkaufs- Shopping–Center  nach Eilat.  Viele kleine Geschäfte reihen sich hier aneinander, aber das, was wir  kaufen wollen , ist nicht zu haben.  
So entdecken wir  entlang des Roten  Meeres nahe der jordanischen Grenze einen  Basar. Hier finden wir kleine Geschenke. Handeln ist angesagt! Auf diese Weise erstehe ich mir die gewünschte, kleine  Vase. Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken macht Klaus einige  Videoaufnahmen bis rüber auf jordanisches Gebiet. Roland war derweil auf  der Suche nach einer Apotheke betr. Aspirintabletten. Dabei hat er ein spannendes Erlebnis. Die Polizei sperrte einen Platz weiträumig ab, auf dem sich eine Kiste befand. Wegen arabischer Terroranschläge ist in Israel immer Vorsicht geboten. Man vermutete unter der Kiste eine Bombe. Doch Gott sei Dank befand sich unter der Kiste nur eine harmlose Einkaufstasche. Erleichterung auf allen Seiten! Abends waren wir  alle wieder glücklich vereint  und erfreuten uns am  beliebten Rommé-Spiel.
Montag, 10. Januar
Nach unserer Andacht macht Klaus im Hotelbereich und am Pool Videoaufnahmen, während Emil, Christel, Roland und ich zum Delphin–Riff wandern. Zuerst sehen wir im klimatisierten Auditorium einen Dokumentarfilm über Leben und  Aufzucht der Delphine. Anschließend beobachten wir vom Steg aus das Training mit Delphinen.

Es ist äußerst interessant zu sehen, wie gelehrig die Delphine sind. Nach der Beendigung  dieser Schau geht Roland zu Fuß zum Hotel zurück, während  wir drei prompt einen Bus der Linie 15 erwischen. Klaus entdecke ich gemütlich auf der Terrasse  am Pool sitzend bei Wein und Lachsplatte. Er genießt diesen Urlaubstag so richtig. Roland und ich dürfen sogar mit schlemmen; denn die Platte ist reichlich belegt. Hmm, schmeckt das lecker! 
Wieder genießen wir das Schwimmen im Pool. Es ist einfach ein tolles Gefühl, sich im Wasser zu aalen!  In unserem Duschbad wird der Wüstenstaub  von Körper und Haar beseitigt. Dann geht es ans Kofferpacken. Leider neigen sich auch diese Urlaubstage ihrem Ende  zu. Nach dem Abendessen sitzen wir bei Roland im Zimmer. Er spendiert eine Flasche Wein. Gemütlich wird über Jugend und Kindheit geplaudert. Christel berichtet so lebendig aus ihren Kindheitstagen, und wir hören gespannt zu. Um 22:30 Uhr ruft uns unser Bettchen.    

Dienstag, 11. Januar
Die  Andacht halten wir auf unserem Balkon, um die israelischen Sonnenstrahlen noch einmal zu tanken. Wie dankbar bin ich, fast zwei Tage keine Rheumaschmerzen zu haben. Ich kann es kaum begreifen. Das Klima scheint tatsächlich einen guten Einfluss zu haben. Nun heißt es, die Hotelrechnung zu bezahlen.  Um 9:30 Uhr werden wir im Shuttlebus zum Mini–Flughafen nach Eilat gefahren. Hier erfolgt eine  Befragung durch Zollbeamte bzw. durch Sicherheitsbeamte z. B. wo wir wohnten, wann die Koffer gepackt wurden, wo sie bis jetzt  gestanden haben und  was  wir  an Geschenken eingekauft haben. Gott sei Dank brauchten wir die  Koffer nicht zu öffnen. Da Hoffmanns kein Englisch können, hilft ihnen die Reiseleiterin bei der Befragung. Christel, die Gute, ist vor Aufregung ganz blass. Emil hatte die weißen Einreisescheine aus dem Pass genommen und findet sie nun nicht gleich. Endlich entdeckt er sie. Aufatmen bei Christel und uns! Ab geht der Flug nach Tel Aviv.
Hier durchlaufen wir wieder eine Sicherheitsschleuse. Dann haben wir  ca. 1,5  Stunden Aufenthalt, können im  Duty–Free–Shop noch  Andenken kaufen. Mit dem Bus  werden  wir  zum Flugzeug gefahren. Leider fliegen wir mit einer Stunde Verspätung  ab, nur, weil ein älteres Ehepaar nicht pünktlich war. Der Pilot darf nicht eher abfliegen, bis alle gemeldeten Passagiere an Bord sind. Fast hätten wir alle unser Gepäck identifizieren müssen, um herauszufinden, wem das restliche  Gepäck gehört. Gott sei Dank blieb uns das erspart. Natürlich waren  wir alle sauer; denn durch den verspäteten Abflug bekam mancher in München seinen Anschluss nicht  mehr. Wir hatten einen guten Flug, sind dankbar und wohlbehalten in München gelandet.

Mit der S – Bahn fahren wir bis zum Ostbahnhof, wo unser Schlafwagenzug bereits  parat steht. Wir können sofort einsteigen. Roland fliegt mit einem  anderen Flugzeug nach Leipzig weiter.  Von unseren neusten Schlafwagenabteilen bin ich enttäuscht. Die Schlafkabinen sind nur durch einen  Vorhang und schmalem Gang voneinander getrennt. Ein jeder hat schnell Zugriff zum Gepäck und zu den Geldtaschen. Während Christel, Klaus und ich vor dem Zubettgehen im Speisewagen einen Imbiss zu uns nehmen, passt Emil auf unsere Sachen auf. Christel versorgt ihn mit  einem Bierchen und  belegtem Brötchen. An guten Schlaf war für mich nicht zu denken. Auch Christel und Emil haben ihre Probleme, werden ständig durch die Wasserspülung der Toiletten geweckt. Die  Toiletten  befinden sich unmittelbar neben ihren Köpfen.  Klaus dagegen fühlt sich über mir in der Koje recht wohl. Er schläft gut und fest.
Mittwoch, 12. Januar
Gegen 5:00 Uhr weckt uns der Schlafwagenschaffner und bringt uns eine Tasse Kaffee zum Munterwerden. Um 5:30 Uhr  erreichen wir  Hannover, wo uns die liebe, treue Seele Yvonne erwartet. Mit dem Taxi fahren wir nach Hause. Als erstes danken  wir gleich unserem Herrn für alles schöne Erleben, für alle Bewahrung. Auch Roland ist gut zu Hause angekommen, wenngleich mit Verspätung, wie er uns  am Telefon berichtete. Immer wird uns diese Reise in Erinnerung bleiben. Noch ist es uns wie ein Traum, dass wir die „Heiligen Stätten“ Israels hautnah  erleben durften. Das von Klaus so liebevoll zusammengestellte Video wird uns daran erinnern, dass die Reise nach Israel, in das gelobte Land, Wirklichkeit war.