Malta

Juni 2002

M i  r k  o   &   Y v o n n e

Plötzlich Urlaub ...

 ... kann Ihnen nicht passieren? Natürlich reicht man rechtzeitig den Urlaubsantrag ein, überlegt, was in diesem Jahr ein lohnenswertes Ziel wäre, wälzt Kataloge, informiert sich bei Bekannten: „Ihr wart doch letztes Jahr in ... wie war es denn da?“. Nur mit einem ganz winzigen Gedanken wagt man zu erwägen, dass plötzlich in der Firma doch eilige Projekte anstehen könnten und man den Urlaub verschieben muss. Also bucht man erst mal nicht, sondern wartet ab. Und tatsächlich stellt sich das vorhergesehene ein. Der Chef bittet, den genehmigten Urlaub um einige Wochen zu verschieben.

Nun  ist  mit „einige Wochen“  auch  kaum  eine  Reisebuchung  möglich  –  dennoch informiert man sich und wählt als Ziel schließlich „Malta – das Herz des Mittelmeeres“ – passt es doch gut in die Reihe der letzten Urlaubsziele MAllorca, MAdeira und nun MAlta.  Und kaum hat man das Ziel gewählt, wird der neue Urlaubstermin vom Chef genannt  –  in  knapp  zwei  Wochen  darf  man starten. Doch halt – noch ist ja nichts gebucht. Und ob so kurzfristig etwas frei ist, ob Malta auch lohnenswert ist? Zwar ist es die Lieblingsinsel  eines Kollegen, aber es soll ja auch Leute geben, die die Sahara für den größten Strand der Welt halten.

Also frisch an den Computer und Informationen und Angebote suchen. Malta und der Zeitraum waren wichtige Kriterien. Dass dort so viele Angebote vorhanden waren, verblüffte uns und so suchten wir in den Angeboten nach Details über die Hotels, die Lage ... endlich war es gefunden, es war inzwischen Freitag, der 31.5.2002, 23:30 Uhr. Die Reise sollte am 9.6. beginnen und eine Woche dauern. Ob das funktioniert – über das Internet – in dieser knappen Zeit?

Am Samstag weckte uns eine nette Dame vom Reisebüro und klärte Zahlungsweise und weitere Fragen ab. Das Geld wurde überwiesen, Beleg gefaxt, Bestätigung der Reise kam prompt per Fax. Am 6.6. (Donnerstag) waren die Tickets im Briefkasten – es konnte tatsächlich losgehen. Noch zwei Tage Zeit zum Packen – am 9.6. um 6:25 geht die Reise los – ganz schön anstrengend, so ein plötzlicher Urlaub.  

Ein paar Tage später ...

Unter uns liegt eine trostlose Insel ... das soll unser Urlaubsziel sein? Himmel bedeckt, schwül, Hotelzimmer mit direktem Blick in einen Versorgungsschacht und daraus resultierender Möglichkeit, morgens ab 6:30 Uhr die Gespräche der Frühstückskellner und –köche mit anzuhören ... kann man hier nicht gleich wieder nach Hause?  

Am nächsten Morgen relativierte sich das Ganze. Die Sonne strahlte, direkt gegenüber vom Hotel die Bucht mit Blick auf Valletta ... lassen wir uns überraschen, was die 7000jährige Geschichte Maltas für uns zu bieten hat.

Da wir beim Reisepreis so günstig lagen, buchten wir Ausflugsfahrten, wie „Stadt Valletta“, „Ganz Malta an einem Tag“, „Gozo – Maltas kleine Schwester“ und zum Abschluß am Samstagabend „Festa – Feiern mit Maltesern“.

Dadurch, und durch eigene Ausflüge zum Strand „Mellieha Bay“ und zum „Popeye Village“, der Filmkulisse, in der der Film „Popeye“ gedreht wurde, lernten wir die schönen Seiten Maltas kennen.

Das Feuerwerk am Samstagabend war wie für unseren Abschied gemacht. Maltas Feuerwerker stehen nach China an der Weltspitze. So wurde aus dem plötzlichen auch ein schöner Urlaub, an den wir gerne zurückdenken.

Weitere Informationen kann man den folgenden Seiten entnehmen, die Webmaster haben hier ein umfassendes Bild von Malta gezeichnet.

http://www.tor-alf.de/Reisen/Malta/malta.html

http://www.jbeneke.de/malta/malta.htm