Griechenland

Juni 2000

Aus dem Reisetagebuch von Lisa Almeroth

Donnerstag, 15. Juni
Ursprünglich hatten wir vor, auf der Blumeninsel Madeira Urlaub zu machen. Madeira?  Wie wäre es mit Griechenland?

Wir entschieden uns für Griechenland.  Klaus war wieder bereit, die Planung und Organisation in die Hand zu nehmen. Er entwickelt sich immer mehr zum Profi. Ab und zu ließ er uns bebilderte Informationen zukommen, so dass wir uns vorab schon ein wenig schlau machen konnten. Ausgewählt wurde die Halbinsel Chalkidiki zu Beginn des ersten Fingers auf Kassandra.  Im Vertrauen auf Gott bereiteten wir diesen Urlaub im Gebet vor. Am 15. Juni 2000 treffen sich alle  Teilnehmer auf dem Hauptbahnhof Hannover, außer Mirko, der von Düsseldorf aus fliegt. Die Teilnehmer sind: Erika und Friedrich, Sonja und Viktor, Yvonne und Mirko, Rosi, Gardi, Adelgund aus Magdeburg und wir beide.

Um 14:07 Uhr fahren wir mit der neuen S–Bahn  zum Flughafen. Die Abfertigung erfolgt reibungslos. Mit einer Boing von HAPAG LIOYD fliegen wir um 16 Uhr ab.  Nach einem angenehmen, zweieinhalbstündigen Flug landen wir in Thessaloniki. Eine TUI–Mitarbeiterin empfängt uns freundlich, begleitet uns zum Bus, der uns ins Hotel „Potidea Palace„ bringt.

Die Busfahrt dauert etwa 45 Minuten. Inzwischen ist es dunkel, so daß wir nichts mehr von der Umgebung erkennen können. Unsere geheime Frage ist: Wer weiß, wo wir hier gelandet sind? An der Rezeption  werden wir recht nüchtern begrüßt und erhalten unsere Zimmerschlüssel. Jedes Paar bekommt nur einen. Yvonne verlangt einen zweiten. Sie schläft mit Rosi im Doppelzimmer, unternehmen aber nicht immer alles zur gleichen Zeit. Keine Reaktion vonseiten der Rezeptionsdame. So ein Muffel, denken wir. Yvonne ist clever, sie ergattert sich vom Kofferträger einen zweiten Schlüssel. Außerhalb des großen Hotelgebäudes befinden sich rechts und links kleine einstöckige Häuser mit mehreren Appartements. Schon machen Erika und Sonja ihre Dönekens von wegen Kakerlaken im Parterrebereich (die wir aber nirgends entdecken konnten). Wir verabreden uns zum Treff, nachdem wir uns frisch gemacht und die Koffer ausgepackt haben. Zum Abendessen hätten wir jetzt sofort gehen müssen, aber wir wählen lieber den Gutschein. Na ja, so schnell verhungert man nicht.
Nach und nach finden wir uns am Pool ein, lassen uns etwas Trinkbares servieren, plaudern und haben viel Spaß miteinander. Uns nervt die fürchterlich laute Musik, die nicht mal schön ist. Adelgund erzählt, dass sie bei Lärm sowieso immer mit Oropax in den Ohren schläft. Sie verwendet die Dinger schon seit 30 Jahren. Eine Stimme wird laut: Die mögen aber aussehen! Hast du sie zwischendurch wenigstens mal gewaschen?  Lisa war wohl gedanklich nicht ganz up to date  und fragt: „Was, 30 Jahre trägst du sie schon ? Sind  die aber alt! „ Daraufhin Adelgund mit ihrer netten Redewendung: „Du nu wieder!“ Die Bedienung am Pool ist sehr nett, hat aber die Ruhe weg.

Erika fragt an der Bar nach Knabbernüssen. „Die haben wir, gibt es gratis." Jedoch erst nach unserer dritten Nachfrage entschuldigt sich das Fräulein mit den Worten: „Ich bringe.“ Und tatsächlich landen zwei Schälchen Knabbernüsse auf unserem Tisch.  Schnell hatten wir die Dinger verputzt. Es geht ans Bezahlen. Die Rechnungen liegen auf dem Tisch, völlig durchnässt und klebrig. Grund: Kondenswasserbildung auf den Tischen  durch die Abendkühle. Man kann gerade noch die Summe  erkennen.  Kurz nach 24 Uhr erfasst  uns die totale Müdigkeit,  also ab ins Bettchen!

Freitag, 16. Juni
Um 8:30 Uhr treffen wir uns zum Frühstück im Speisesaal. Anders als in Italien reagiert der Restaurantleiter. Wir dürfen die Tische zusammenstellen, so dass  wir immer als Gruppe zusammen speisen können. Große Freude allerseits! Das Büfett ist reichhaltig und gut.
Nach dem Frühstück versammeln wir uns in einem geeigneten Raum zur  Andacht. Danach treffen wir mit einer TUI-Angestellte zusammen. Sie gibt an uns einige Informationen weiter und bietet uns Orangensaft und Ouzu an. Der Tag steht zur freien Verfügung, damit jeder die neue Umgebung  erkunden kann. Bei Tageslicht staunen wir doch über die wunderschöne Hotelanlage. Sie ist völlig anders gestaltet als die, die wir zuvor kennen gelernt hatten. Stufenweise geht es runter zum Pool, zum Speisesaal, zur Liegewiese bis hin zum Mittelmeer. Rechts und links von den Stufen befinden sich die einstöckigen Gebäude, in denen die Gäste untergebracht sind. Bäume, Blumen und Grün schmücken die Anlage. Ein Wirtschaftsweg führt zum Minimarkt. Außerhalb des Hotelgeländes gibt es noch einen größeren Markt. Hier haben es uns preiswerte Sonnenhüte, Badelatschen und Trinkbares angetan.

Auf der  Liegewiese unter der riesigen Palme wird gefaulenzt. Einige baden im Pool oder im Mittelmeer. Starker Wind kommt auf, den wir nach dieser Schwüle als angenehm empfinden. Um 19:00 Uhr finden wir uns zum Abendessen ein. Jeder ist auf das Angebot gespannt. Ein reichhaltiges Angebot an warmen und kalten Speisen finden wir vor. Alle sind zufrieden und langen tüchtig zu. Während des Essens berichten Erika und Viktor über eine aufregende Sache. Sie halten sich gerade im Pool auf und vernehmen ein lautes Krachen. Schnell eilen sie in die Richtung. Welch eine Bewahrung haben Sonja und Gardi erfahren! Hinter ihrem Liegestuhl stand eine Holzschutzwand, die dem Sturm nicht standhielt. Sie können wohl gerade noch aufspringen und entdecken die ganze Bescherung.
Gott hat seine schützenden Hände über sie gehalten. Danke, HERR! Am Mittelmeer beobachten wir den Sonnenuntergang und machen es uns anschließend am Pool gemütlich in Erwartung einer Mini–Playback–Show mit Tanzeinlagen. Schwungvoll, aber nichts umwerfendes!  Eine Hochspannungs-Mückenfalle verströmt einen unangenehmen Geruch. Erika erzählt uns daraufhin, ihr habe jemand berichtet, die Vögel würden frühmorgens die gerösteten Mücken aus der „Mückengrillstation“ picken. Ihr Kommentar dazu: „Die Vögel sind auch schon verwöhnt, die wollen heutzutage nur noch gegrillte Mücken.“ Die liebe Erika ist so herzerfrischend mit ihren Kommentaren. Es gibt immer etwas zum Lachen. Bis 0:15 Uhr hielten wir es am Pool aus, dann zog es uns  doch ins Bett. 
Samstag, 17. Juni

Nach dem Frühstück kamen wir zur Andacht zusammen. Es ist regnerisch trüb. Aber wir sind froh darüber nach dieser Hitze. Um 11 Uhr begrüßen wir die Eltern von Yvonne vor dem Hotel. Sie kamen von Nea Kalikratia, ca. 30 km von hier. Während wir drei mit den Eltern plaudern, marschiert der Rest der Truppe  am Strand entlang bis zum Kanal. Wenn es auch ein bissel anstrengend war, so berichten sie doch ganz begeistert. Nach dem Abendessen sehen wir das Fußballspiel England – Deutschland an. Danach begeben wir uns zur Nachtruhe.

Sonntag, 18. Juni

Nach dem Frühstück Treffen unter den Palmen. Erika hatte zuvor Liegestühle organisiert, von denen man uns aber einige klaute. Mit deutschen „Nachbarn“ gab es eine heiße Diskussion. Sie wollten wohl niemand in ihrer Nähe haben. Doch wir ließen uns nicht verscheuchen.  Es gibt wieder viel zu lachen. Sonja krempelt Viktors Hosenbeine hoch. Yvonne schaut zu und meint: “Was fummelst du denn deinem Mann an den Hosen rum?“. Sonja reagiert prompt: “Das mach ich schon 30 Jahre lang“. Heute wird nach Herzenslust gefaulenzt: Schwimmen, Schlafen, Lesen, Kreuzworträtsel raten,..

Nebenbei findet eine Animation statt. Wer will, kann den griechischen Tanz Zirtaki üben. Friedrich ist dabei
 
und legt sich so richtig ins Zeug. Während eines Rundganges, vorbei am Pool rutschen Gardi, und gleich darauf Adelgund auf nassem Untergrund aus und fallen hin. O, welch ein Schreck fährt uns da in die Glieder! Gott sei Dank, der Herr schenkte Bewahrung. Mein großer Zeh ist entzündet und schmerzt arg. Erika verarztet ihn mit PVP-Salbe.

Mirko versorgt mich zum Abendbrot mit kühlender, weicher Kost, weil mein Mund wieder schmerzt. Alle kümmern sich wieder ganz liebevoll um mich. Nach dem Abendessen sitzen wir am Meer und beobachten den Sonnenuntergang. Um 23:15 Uhr ist Nachtruhe angesagt.
Montag, 19. Juni
Wir haben zwei Leihwagen gemietet. Einen Minibus fährt Mirko , den PKW fährt Friedrich . Unser Ziel ist die Halbinsel Sithonia. Der erste Stop wird in Metamorphosis eingelegt. Hier kauft Sonja für Viktor ein paar Sachen. Weiter geht es nach Neos Marmaras. Im Hafencafe gönnen wir uns Eis und Cappuccino .

Zwischen Toroni und Koufos taucht Friedrich ins Meer ein und schnorchelt, einige baden, Mirko und Yvonne treiben ihre Späße, bespritzen sich tüchtig und schließen wieder Frieden. Wir Zuschauer haben unseren Spaß daran.  Kurz nach der Weiterfahrt muss Friedrich Benzin tanken. Jemand aus unserer Gruppe fragt, ob er den Tankwart wohl versteht. Darauf Viktor: “Die verstehen sich schon. Hier rein und da raus, in jedem Land ist es dasselbe. „Viktor hat diesbezüglich schon seine Erfahrungen gesammelt.

Nach dem Tanken geht es weiter zum Porto Koufos. In Sarti  und Vourvourou pausieren wir. Bald begeben wir uns auf die Heimreise. Dem Herrn sei Dank für alle  Freude, für alle  Bewahrung. Nach dem Abendessen beobachten wir am Meer wieder die untergehende Sonne. Es ist immer erneut ein bezaubernder Eindruck. 
Dienstag, 20. Juni
Nach dem Frühstück finden wir uns zur Andacht ein. Übrigens sind die Andachten recht abwechslungsreich gestaltet. Einen Tag liest Klaus Losungen mit Auslegungen, anderen Tags hören wir jeweils einen Lebensbericht von Liederdichtern, deren Lieder wir anschließend singen. Das ist eine tolle Idee von Klaus. Man sieht den Inhalt der Lieder gleich mit anderen Augen, lernt etwas über das Leben und Wirken dieser begnadeten Dichter.

Immer wieder werde ich von den Lieben liebevoll umsorgt: von Eri mit Salbe und Pflaster für meinen Zeh von Mirko, Gardi, Rosi mit Essen, was zur Kühlung für meinen Mund gut ist. Heute fahren wir durchs Hinterland von Chalkidiki nach Ouranopolis auf der Insel Athos. Unterwegs halten wir an, genießen einen wunderschönen Ausblick und nehmen Pinienzapfen als Andenken mit.

Weiter geht unsere Fahrt nach Metangitsi bis unser Weg nicht mehr weiter führt. Hier scheint die Welt für uns zuende. Also umkehren! In einem Dorf fragen unsere Fahrer wie wir an unser Ziel gelangen können. Die Verständigung ist schwierig. Unsere Beobachtung ist inzwischen, wenn die Griechen rechts sagen, dann meinen sie links. Endlich finden wir den richtigen Weg  und machen  in Nea Roda Pause. Wir klettern eine Anhöhe hinauf. Vor uns nur Meer, Land, Meer. Wir sind an der engsten Stelle auf Athos.

Von hier fahren wir nach Ouranopoli, um mit dem Schiff um 13:30 Uhr am Berg Athos vorbei zu fahren. Weil wir nur 11 Personen  sind, fährt der Kapitän nicht. Es lohne sich finanziell nicht. Wir verstehen das kaum, müssen uns aber mit den griechischen Sitten abfinden. Ein alter Grieche auf einem Mofa spricht uns in Deutsch an. Er hörte von unserer Enttäuschung. Er will sich für uns einsetzen,  kurvt mit dem Mofa hin und her. Eine Gruppe will dazu kommen, meinte er. Doch bald bringt er uns die Nachricht, dass diese abgesagt hat. Also nix mit Schiffsfahrt. Wir machen das Beste draus, trinken Kaffee, bummeln durch Geschäfte und treten die  Rückfahrt an. Es geht über Berg und Tal durch eine schöne Landschaft. Gesund und munter kommen wir in unserem Hotel an. Nach dem Abendessen schauen wir uns im Fernsehen das Fußballspiel  Deutschland gegen Portugal an. Wir erleben ein spannendes 3:0 für Deutschland
Mittwoch, 21. Juni

Nach der Andacht steht eine Fahrt zum Schildkrötensee, auf dem Programm.  Wir fahren zunächst die Hauptstraße über Afitos und Kalithea in Richtung Süden. In den Reiseführern ist die Route nicht so eindeutig beschrieben, doch unsere Fahrer finden den etwas versteckten Weg fast auf Anhieb. Mitten im Wald liegt jetzt der kleine See vor uns. Wir sehen und staunen und sind  total  happy. Viele winzige und größere Schildkröten sowie Frösche tummeln sich im  Wasser. Ein Quaken erfüllt die sonst ruhige Gegend. Wir können uns kaum satt sehen. Am liebsten würden  wir  ein Tierchen mitnehmen. Bald begeben wir uns auf die Weiterfahrt nach Kalithea, wo wir ein bissel einkaufen und durch die Straßen bummeln.

Unser nächstes Ziel ist Afitos.

Bei der Ortsbesichtigung bewundern wir die Häuser und die Mauern aus Natursteinen, spazieren zum Wasser und essen Eis. Am Nachmittag wollen wir die Eltern von Yvonne besuchen.

Sie haben die ganze Gruppe zu sich eingeladen. Wir treffen uns mit ihrem Vater Fotios, wie vereinbart, an der Autobahnabfahrt und er lotst uns dann zur „Villa Markopoulos“.  Ihr hübsches Häuschen liegt inmitten von Kleingärten in der Nähe von Nea Kalikratia.  Wir werden freudig begrüßt. Auf der Terrasse sind nicht nur Kaffee und Kuchen aufgetischt, sondern viele herzhafte griechische Speisen.

Viel Mühe hat sich die Mutti gemacht. Und wir haben fleißig zugelangt. Als Dankeschön sangen wir den Eltern ein Lied:  Unser Herz, das ist voll Jubel....

Ein kleiner Verdauungsspaziergang zum Mittelmeerstrand ist angesagt. Yvonne zeigt uns u.a. die Stelle, wo sie  immer badet, wenn sie zu Besuch hier war. Zurück bei den Eltern plauderten wir noch ein Weilchen. Gegen 19 Uhr ging es im Mini-Konvoi heimwärts. Nach dem Abendessen ist ein „Griechischer Abend„ am Pool angekündigt. Wunderschöne Trachten können wir bestaunen. Wieder geht ein erlebnisreicher Tag zuende. 

Donnersteg, 22. Juni
Mirko, Yvonne, Gardi, Adelgund, Klaus und ich fahren im Minibus zu den Meteora–Klöstern. Vier Stunden sind wir unterwegs. Wir sehen den höchsten Berg Griechenlands, den Olymp, und kommen auch  an Larissa vorbei, wo unser zweiter Sohn, Jörg vor kurzem dienstlich tätig war.

Bald Unterwegs auf der Autobahn mussten wir einige Male  500 Drachmen Mautgebühren bezahlen.

 sehen wir vor uns die grandiosen Gesteinsgebilde mit den Klöstern oben auf den Gipfeln. Es ist ein überwältigender Eindruck. Wir machen halt. Über 160 Stufen kraxeln wir hinauf, um in das größte Kloster (Metamorphosis) zu gelangen. Bei der Hitze kamen wir ziemlich geschafft dort oben an. Aber es hat sich gelohnt.

Von hier oben genießen wir den herrlichen Blick ins Land, schauen uns die Räume im Kloster an, und bald geht es abwärts, viele Stufen wieder hinunter.

Während wir Frauen total k.o. sind, uns auf einer Bank im Schatten niederlassen, stiefeln Mirko und Klaus hinauf  zum kleinsten Kloster, in dem nur  Nonnen wohnen. Bald sind sie wieder bei uns, und los geht es eine kurze Strecke in ein Straßencafe. Wir laben uns an Cola, Eis und Fanta.Gardi schüttet ihre heiß-ersehnte Cola lieber auf ihre Hose.

Kein Wunder, wenn man so geschafft ist. Es klebt überall an ihrem Körper. Sicher schmeckt sie jetzt  besonders süß. Es ist gemein, doch wir müssen unsere Späße machen, haben wieder viel zu kichern. Glücklicherweise hat sie einen leichten Rock bei sich, in den sie nun hinein steigt. Jetzt fühlt sich die Gute wesentlich wohler. Auf geht es über Grevena, Kozani durch ein wunderschönes Gebirge.

 

 Hier sind die Kurven  fast reichhaltiger als auf Mallorca. In Kasania legen wir eine kurze Pause ein, trinken einen sehr guten Cappuccino, und munter geht die Fahrt weiter mit einem herrlichen Blick über Berg und Tal. Mirko fährt so umsichtig und bringt uns wohlbehalten zu unserem Hotel zurück. Dem Herrn sei Dank für alle Bewahrung, für diesen erlebnisreichen Tag. Beim Abendessen erfahren wir, dass einige unserer Lieben am Pool Erholung suchten und einige in Kalithea durch die Geschäfte bummelten. Heute hält uns nichts mehr lange auf. Wir genießen zeitig die Bettruhe.
Freitag, 23. Juni

Pool - , Bade - , und Ruhetag stehen  auf dem Programm. Nach dem Abendessen wird Billard gespielt.  Da kein Queue zu finden ist,  tut es auch ein Besenstiel. Das gibt ungeheuren Spaß! Sogar Tischtennis können wir spielen. Erika erfindet dabei immer neue Ideen. 

Bald entdeckt sie auch Boxhandschuhe. Mit Sonja beginnt sie einen Boxkampf. Echte Profis sind die beiden. Wir biegen uns vor Lachen. 

Ach, was  sind  wir für  eine  lustige  Truppe! 

Am Pool findet Kabarett statt.  Das ist aber so primitiv, dass man es getrost vergessen kann. So beschließen wir alle,  ins  Bett zu gehen.

Samstag, 24. Juni
Nach dem Frühstück treffen wir uns zur Andacht. Klaus liest den Lebensbericht von Hedwig von Reedern vor. Anschließend singen wir zwei ihrer gedichteten Lieder. Der Tag steht zur freien Verfügung.

Mit Schwimmen, Lesen, Kreuzworträtsel lösen und Faulenzen unter der Palme vergeht die Zeit auch wie im Fluge. Klaus spaziert bei dieser Hitze am Strand entlang zum Kanal. Dann kommen Yvonnes Eltern wieder zu Besuch.  Der Vater angelt im Mittelmeer, die Müttern plaudern, Mirko und Yvonne schwimmen. Unsere liebe Adelgund hat Halsschmerzen und Schnupfen. Sonja verabreicht ihr Aspirin, von mir bekommt sie Kamillosan  zum Gurgeln.

Weil die Hitze zu arg ist, gehen wir  auf unsere Zimmer. Nachdem Klaus vom Kanal-Ausflug zurückgekehrt ist, erquickt er sich am Pool bei einem Gläschen Wein.  Abends sitzen wir wieder zu Elft an unserm Tisch, genießen die leckeren Speisen und die fröhliche Runde. Freundlich, wie immer, Katarina, die uns die Getränke serviert. Nach dem Essen spielen Viktor und Friedrich wieder Besen–Billard. Wir wandeln ein bissel durchs Gelände und sind alle bald im Bett.

Sonntag, 25. Juni
Mit einem TUI – Reisebus  fahren wir  zum Hafen auf die Halbinsel Sitonia. Von hier unternehmen wir eine Tageskreuzfahrt zum „Heiligen Berg“ Athos. Wir schippern an acht Klöstern vorbei. So z.B. am Kloster Pavlou, Grigoriou, und Pandeleimonos. Über Lautsprecher bekommen wir einige Informationen zur Geschichte dieser Klöster. In Oranoupoli legt das Schiff für 2 Stunden an. Den Ort lernten wir ja bereits von unserer Auto-Tour kennen. Hier trinken wir Kaffee, kaufen kleine Geschenke ein, bummeln durchs Städtchen.

Nach dem Ablegen wird im Restaurant des Schiffes griechische Folklore dargeboten. Beim Betreten des Schiffes wurde jeder Passagier fotografiert. Wer das Foto dann kaufte, nimmt damit an einer Verlosung teil. Der Gewinner wird mit seiner Bild-Nummer und seinem Namen über Lautsprecher bekannt gegeben. Wir trauen unseren Ohren nicht, aber wir haben richtig gehört.

Ausgerechnet unsere Rosi gewann den Preis: Eine Flasche Metaxa. Welch ein Jubel! Sie selbst kann es noch gar nicht recht begreifen. 

Jedenfalls freuen wir uns alle riesig mit ihr.

Hier links ist die glückliche Gewinnerin zu sehen. Klaus war bereits mit der Kamera vor Ort.  Vom Zielhafen geht die Fahrt mit dem Bus zurück zum Hotel. Nach dem Abendessen findet am Pool eine Beach Party statt. Ein Weilchen genießen wir noch die herrliche Abendatmosphäre und begeben uns dann zu Bett.

Montag, 26. Juni

Heute legen wir wieder einen Faulenzertag ein. Jeder tut das, was ihm Freude macht. Friedrich bildet sich nochmals im Zirtaki-Tanz weiter. Richtig toll macht er das. Fast wie ein echter Profi bewegt er  sich auf dem „Parkett“, während wir dabei ein wenig frotzeln und unseren Spaß haben. Ein Animateur bietet den  Gästen Wasserballspiel an. Neben anderen  beteiligen sich Yvonne, Mirko und Klaus daran. Sie legen sich richtig ins Zeug, als hätten sie schon öfter gespielt. Es hat ihnen richtig Spaß gemacht. Nach dem Abendessen finden wir uns alle vor unserer Unterkunft ein und treiben unsere Späße.

Ich frage, ob sie die Telefonnummer von Dr. Walter von Hollander kennen: 44-17-77. Spontan findet zwischen Erika (Anruferin) und Friedrich (Dr. v. Hollander) ein „Beratungsgespräch“ statt. Als hätten sie das vorher eingeübt. Wir hören aufmerksam zu und amüsieren uns köstlich. Mit diesem Stück hätten sie direkt am Pool auftreten können, und bestimmt hätten sie dafür viel Beifall geerntet. Nach diesem herzerfrischenden Programm sahen wir uns Nachrichten im Fernsehen an und darauf  eine Musiksendung, in der Gabi Albrecht auftrat
Dienstag, 27. Juni

Nach Frühstück und Andacht werden Yvonne und Mirko vom Vater abgeholt, um noch mal gemeinsam einen Tag zu verbringen. Wir andern fahren wir mit dem Linienbus nach Afitos, und bummeln durch den wunderschönen Ort. Durchstöbern etliche kleine Geschäfte nach brauchbaren Andenken und sitzen anschließend im netten Cafe am Meer und genießen die Landschaft. Rosi besorgt Geschenke für ihre Lieben und  gönnt sich selbst auch ein paar  tolle Sachen. Beim Geschäftebummel erzählt Adelgund, dass sie Höschen gewaschen habe und weist dabei auf ähnliche im Geschäft hin. Daraufhin meint Erika, dass  das doch keine Höschen seien, sondern  winzig und grau sind. Das sind doch Staubtücher. Wir kichern über diese Kommentare, während Friedrich versunken vor sich her guckt. Erika schaut ihren Schatz an und fragt:“ Na, Friedrich, schläfst du etwa schon ? Wenn ich  mich nicht um dich kümmere, schläfst du mir noch ein“. Ich erwähne, wie schön es ist, dass wir uns so gut verstehen und jeder nett auf Späße reagiert. Spontan wendet sich Adelgund an Sonja mit der Bemerkung: „Dich nehmen wir auch wieder mit und Gardi, dich kennen wir ja schon“. Das soll wohl heißen: du passt gut in unsere Truppe.
Klaus ist auf der Suche nach einem bestimmten Restaurant, das auf einer Ansichtskarte so gemütlich aussieht. Plötzlich ruft er uns  zu, dass er es entdeckt habe. Schnurstracks marschiert er in diese Richtung, wir alle hinterher. Tatsächlich ist er fündig geworden. Wir freuen uns mit ihm und kehren dort auch ein. Wir werden sehr freundlich bedient, sitzen auf der Terrasse und haben einen  super Blick auf das Mittelmeer. Ursprünglich wollten wir uns hier im Ort im Hotel „Afitis“ einquartieren. Mangels Einzelzimmer suchten wir etwas anderes. Zumindest wollen wir uns dieses Hotel mal ansehen. Die Hotelanlage hat aber nur einen kleinen Strand, ein kleines Poolbecken mit Salzwasser, Liegestühle müssen extra bezahlt werden, kaum etwas an Palmen und Grün ist vorhanden.

Wenn auch alles sehr gepflegt aussieht, sind wir doch froh, dass wir uns für das Hotel „Potidea Palace“ entschieden haben. Der Herr hat uns richtig geführt. Bei brütender Hitze suchen wir die Bushaltestelle, um zurück zu fahren. Endlich haben wir sie entdeckt und stellen fest, dass wir einen  riesigen Umweg gemacht haben. Zum Glück kommt auch gleich der Bus, der uns bis zum Hotel bringt. Nach dem Abendessen genießen wir wieder einen bezaubernden Sonnenuntergang. Mirko und Yvonne  sind  inzwischen auch wohlbehalten zurück. Friedrich und  Viktor vergnügen sich mit Besenbillard. Wir anderen  bummeln durch unser schönes Hotelgelände
Mittwoch, 28. Juni
Mirko und Yvonne bleiben am Meer, Klaus und ich fahren mit dem Linienbus nach Nea Moudania zum Markt. Der Rest der Gruppe fährt mit dem TUI–Bus zum Markt und weiter in die Höhle von Petralona. Auf dem Markt gibt es ein kurzes Wiedersehen. Hier erleben wir ein buntes Treiben. Händler bieten lautstark ihre Waren an. Aber so richtig Brauchbares können wir nicht entdecken.

 

Wir gehen durch den Ort bis zum Hafen. 

Hier verweilen wir ein wenig und beobachten die Schiffe und Fischerbote. Dann bringt uns ein Linienbus zum Hotel, wo auch die anderen Lieben bald eintreffen. Jeder nimmt Anteil an den Erlebnissen der anderen. Den Rest des Abends verbringt jeder auf seine Weise. 

Donnerstag, 29. Juni
Nach dem Frühstück hören wir in der Andacht etwas über die Aidlinger Schwestern. Danach werden die Koffer gepackt. Am Tag unserer Abreise genießen wir noch einmal am Pool Licht, Luft und Sonne pur. Etliche drehen im Wasser noch einmal ein paar Runden. Im Supermarkt halten wir Ausschau nach kleinen Geschenken. Die letzten Drachmen müssen unter die Leute.

Ausgerechnet am letzten Tag wird Erika zwischen den Zehen von einer Wespe gestochen. Ob die sich nicht schämt, der  Eri noch so weh zu tun ? Beherzt zieht  Sonja den Stachel  fachmännisch raus. Eine Urlauberin neben uns bringt Salbe, ich gebe das Pflaster dazu. Auf diese Weise können wir auch mal der lieben Eri einen kleinen Liebesdienst erweisen; denn gerade sie war immer für uns da. Mittags  lassen wir uns zum Abschied  im Restaurant  „Hellen“ nochmals verwöhnen.

Yvonnes Eltern besuchen uns kurz, und gegen 17:15 Uhr muss Mirko Abschied nehmen. Sein Flugzeug Richtung Düsseldorf startet früher als  das  unsere. Ganz sportliche, wie Sonja und Viktor, spazieren ein letztes Mal nach Potidea zum Einkaufen. Nach dem Abendessen sehen wir uns ein Fußballspiel an, bis uns um 22:15 Uhr der Transfer–Bus zum Flughafen bringt. Ein schöner, sonnenreicher Urlaub geht zu Ende. Dem Herrn sei Lob und Dank für alles Erleben, für die tolle Gemeinschaft, für alle Bewahrung auf dem Flug und auf unseren Ausflugstouren! Wohlbehalten in Hannover gelandet, werden Erika und Friedrich von ihrem Sohn Markus abgeholt. Gardi wird selbstverständlich mit nach Hause genommen. Sonja, Viktor, Adelgund und wir werden von Dimitri  abgeholt und nach Hause  gefahren. Yvonne und Rosi  haben U–Bahn-Anschluss. So wunderschön wie der Urlaub auch war, aber wir alle freuen uns nun wieder daheim zu sein. Nur die liebe Adelgund muss sich noch eine Nacht gedulden. Am nächsten Tag bringt Klaus sie zum Bahnhof. Bald meldet sie sich telefonisch, dass sie  gut  in Magdeburg und somit zu Hause angekommen ist. Der Alltag hat uns wieder, aber  wir dürfen uns schon jetzt auf eine gemeinsame nächste Urlaubsreise freuen. So Gott will - vielleicht im nächsten Jahr auf Madeira !